Sommerduft und Wintervorrat: Heuernte rund um St. Jost und Langenfeld
Wer im Sommer durch die Vordereifel fährt, dem fliegt dieser ganz besondere, süßliche Duft um die Nase: Es ist Erntezeit. Auch bei uns rund um St. Jost und oben in Langenfeld laufen die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit, denn ein ganz entscheidender Baustein für unsere Landwirtschaft steht an: Die Heuernte.
Noch sind die künftigen Mühlenweiden ruhig und wir bereiten alles Schritt für Schritt vor. Doch eine weitsichtige Landwirtschaft schläft nicht – sie sorgt vor. Bevor die Tiere dauerhaft den Hof füllen, legen wir jetzt das wichtigste Fundament für den kommenden Winter und legen nach und nach einen hochwertigen Vorrat an bestem Heu an.
Naturwiese statt Hochleistungssaatgut
Wenn es um das Futter für unsere zukünftigen Tiere geht, machen wir keine Kompromisse. Hochwertiges Raufutter ist für uns die absolute Basis für ein gesundes Tierleben. Während in der modernen Intensivlandwirtschaft oft auf schnell wachsendes Hochleistungssaatgut gesetzt wird, das zwar Masse, aber kaum Vielfalt bringt, gehen wir bewusst den traditionellen Weg.
Unsere Flächen sind echte, alte Naturwiesen. Sie durften in den letzten Monaten in aller Ruhe wachsen und stehen voll mit heimischen Gräsern, tief wurzelnden Kräutern und wilden Blüten. Dieses Heu riecht nicht nur fantastisch, es ist eine echte Apotheke der Natur.
Warum Kräuterheu so gesund für die Tiere ist
Kräuterreiches Heu von artenreichen Wiesen ist mit herkömmlichem Einheitsgras nicht zu vergleichen. Es bringt Eigenschaften mit, die für das natürliche Tierwohl unersetzlich sind:
Natürliche Mineralstoffe & Spurenelemente: Kräuter wie Löwenzahn, Spitzwegerich, Schafgarbe oder Schafschwingel ziehen durch ihre tiefen Wurzeln wertvolle Mineralien aus dem Eifeler Boden, die im einfachen Leistungsgras völlig fehlen.
Ätherische Öle für die Atemwege: Die Vielfalt an getrockneten Blüten und Kräutern enthält ätherische Öle, die wie eine sanfte Inhalation wirken und die Atemwege der Tiere frei und gesund halten.
Gut für die Verdauung: Die Struktur von älteren Naturgräsern ist faserreich und perfekt auf den Magen-Darm-Trakt von robusten, traditionellen Rassen abgestimmt. Sie regt zum intensiven Kauen an, was die natürliche Verdauung fördert.
Natürliches Tierwohl beginnt auf der Wiese
Für uns ist diese Arbeit gelebtes Tierwohl von Anfang an. Wir wollen ganz genau wissen, was unsere Tiere später fressen. Wenn man das Gras selbst wachsen sieht, den optimalen Zeitpunkt für den Schnitt abwartet und das Heu bei strahlendem Eifeler Sonnenschein wendet, weiß man am Ende genau, welche Qualität nach und nach in die Scheune wandert.
Die Vorbereitungen laufen, das erste Heu wird sicher eingefahren und die Lager füllen sich Stück für Stück. Der Duft des Sommers ist konserviert – das Fundament für vitale und glückliche Tiere ist gelegt.
Schön, dass ihr uns auf diesem Weg begleitet!