Die Seele des Tals: Auf den Spuren von Stille, Quellen und dem Eifeldom
Es gibt Tage, da muss man das Werkzeug einfach mal beiseitelegen. Tage, an denen die Baustelle ruht und man stattdessen etwas viel Wichtigeres tun muss: die Ruhe des Tales in der eigenen Seele mitnehmen. Denn nur wer diesen Ort und seine Umgebung wirklich versteht und einatmet, kann ihm am Ende auch das richtige neue Leben einhauchen.
Genau so einen Tag haben wir uns genommen, um die geschichtsträchtige Umgebung rund um das idyllische St. Jost zu entdecken. Eine kleine Reise zu Fuß, die uns tief in die Natur und zu den verborgenen Schätzen unserer neuen Heimat geführt hat.
Das erste Aufatmen am Jodokusbrunnen
Unser erster Anlaufpunkt war der geschichtsträchtige Jodokusbrunnen. Seit langer Zeit pilgern Menschen an diesen Kraftort, und wenn man dort steht, versteht man sofort, warum. Das leise Plätschern des Wassers, die Kühle des Ortes und die tiefe Beständigkeit, die diese historische Quelle ausstrahlt, lassen den Lärm des Alltags im Nu verfliegen. Ein perfekter Ort, um innezuhalten und den Kopf freizubekommen.
Durch die Wälder zur Schwarzen Muttergottes
Vom Brunnen aus führte uns unser Weg weiter durch die dichten, tiefen Wälder der Vordereifel. Das Rauschen der Blätter und der Duft von Moos und Holz haben uns begleitet, während wir dem Lauf des Wassers folgten.
Mitten im Nitztal, dort wo der Achterbach sich sanft durch das Grün schlängelt, stießen wir auf ein ganz besonderes Kleinod: die Schwarze Muttergottes. Es ist ein fast magischer, stiller Ort der Andacht, mitten in der Natur. Man spürt förmlich, wie viel Geschichte und wie viele persönliche Gedanken der Menschen hier im Laufe der Generationen verankert wurden. Ein Ort, der Demut lehrt und zeigt, wie tief verwurzelt die Traditionen in diesem Tal sind.
Der Aufstieg nach Langenfeld und der Blick auf den „Eifeldom“
Schließlich ließen wir das schattige Tal für eine Weile hinter uns und wanderten hinauf bis nach Langenfeld. Der Aufstieg wird belohnt, sobald sich der Blick öffnet – und man plötzlich vor ihm steht: dem beeindruckenden „Eifeldom“.
Die spätgotische Pfarrkirche St. Quirinus verdient ihren stolzen Beinamen wahrlich zu Recht. Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Handwerkskunst und Hingabe die Menschen früherer Generationen diese monumentale Kirche hier oben auf den Höhen der Eifel errichtet haben. Ein echter Gänsehautmoment, wenn man vor den alten Mauern steht und weit über die Landschaft blickt.
Reich beschenkt mit Eindrücken, Bildern und einer tiefen inneren Ruhe sind wir zurück zu unserer Mühle gekehrt. Diese Verbundenheit mit der Region, ihren Geschichten und ihren Menschen ist es, die uns antreibt.
Wir nehmen diese Kraft mit in die nächsten Projekte auf dem Hof. Schön, dass ihr uns auf diesem Weg begleitet!